Mein Blick auf Menschen ist geprägt von der Überzeugung, dass Verhalten immer in Zusammenhang steht – mit Beziehungen, mit Lebensgeschichten, mit den Bedingungen, unter denen Menschen leben und arbeiten. Mich interessiert weniger, was jemand tut, als in welchem Kontext etwas entsteht.
Diese Haltung hat sich früh in meiner Arbeit im Gesundheits- und Sozialwesen herausgebildet, insbesondere in pflegerischen und psychiatrischen Zusammenhängen. Dort wurde mir deutlich, wie eng Würde, Belastung, Verantwortung und Struktur miteinander verwoben sind – und wie wichtig ein Umgang ist, der Menschen nicht auf Symptome, Rollen oder Funktionen reduziert. Systemisch zu denken und zu arbeiten ist für mich aus diesem Verständnis heraus gewachsen – als professionelle Haltung, mit der Menschen, Teams und Organisationen in ihren Bezügen ernst genommen werden.
Supervision wurde zu einem professionellen Raum, in dem genau dieses Denken – aufmerksam, respektvoll und kontextbezogen – tragfähig wird.
Heute verbinde ich Supervision, Organisationsberatung und systemisches Sozialmanagement in einer Arbeit, die aus dieser Haltung heraus entstanden ist. Ich arbeite im Ruhrgebiet und lebe am Niederrhein, in einer Familie mit insgesamt sechs Kindern.
Mein beruflicher Weg führte mich zunächst in die Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen im Bereich der akut geschützten Station eines psychiatrischen
Krankenhauses. Dort habe ich erlebt, wie unterschiedliche Lebenslagen Menschen in ganz vielfältiger Art und Weise prägen können.
Dies inspirierte mich dazu, mehr über diese Hintergründe lernen zu wollen. Bei meiner Neugierde stand und steht bis heute immer der Mensch und nicht seine Erkrankung im Fokus.
Nach meinem Studium zur integrativen Lerntherapeutin habe ich eine Ausbildung zur systemischen Beraterin angeschlossen. In dem Bewusstsein, dass Körper, Geist und Seele gleichermaßen eine Rolle bei der Weiterentwicklung von Menschen spielen, habe ich mich zur Achtsamkeitstrainerin fortgebildet.
Meine Weiterbildung zur Achtsamkeitstrainerin markierte einen wichtigen Schritt in meiner beruflichen Entwicklung. Sie hat meine Aufmerksamkeit für innere Prozesse, für Selbstwahrnehmung und für den achtsamen Umgang mit Belastung vertieft – sowohl in der Arbeit mit anderen als auch in der eigenen professionellen Haltung.
Darauf aufbauend habe ich meine Qualifikation schrittweise um systemische Supervision, Organisationsberatung und systemisches Sozialmanagement erweitert.
Diese Weiterentwicklungen gaben meinem bisherigen Arbeiten einen klaren fachlichen Rahmen und ermöglichten mir, individuelle, teambezogene und organisationale Fragestellungen systematisch miteinander zu verbinden.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt heute auf psychosozialer Krisenintervention und der supervisorischen Begleitung krisenhafter Situationen, etwa bei:
Fortbildung und Wissenstransfer sind dabei Teil meiner professionellen Praxis.
In unterschiedlichen Kontexten arbeite ich an der Weiterentwicklung systemischer Haltung, professioneller Reflexionsfähigkeit und partizipativer Prozesse.
Im Mittelpunkt steht nicht die Vermittlung einzelner Methoden, sondern die Auseinandersetzung mit Haltung, Kontext und professioneller Verantwortung.
